Südtirol

Ansitz Langenmantel

Von – aus feudaler Sicht – besseren Zeiten kündet das marmorne Wappenschild mit dem RR, einem Hinweis auf den Stammvater Rüdiger der adeligen Familie von Langenmantel. Ein Zweig übersiedelte im 15. Jahrhundert aus Augsburg nach Tramin, gewann hier Wohlstand und politischen Einfluss und zeigte Ersteren eben auch durch entsprechende Wohnkultur. Im Stile der “Clesianischen Renaissance” – Bernhard von Cles, Kardinal und Fürstbischof von Trient, war “Dienstherr” der Langenmantel vom R- erhielten Türen und Fenster des Gebäudes elegante Marmorrahmen und einen Erker an der Nordwestecke des Wohntraktes. Dessen steinernes Wappen ist leider ebenso verschwunden wie seine Bedachung aus bunt glasierten Ziegeln.

Die Unbilden der Zeit verhältnismäßig gut überstanden hat das Türmchen mit dem so genannten “Trinkstübchen”.

In seiner architektonischen Wirkung ist es durch Zubauten arg beeinträchtigt und nur an der Ostseite haben Wind und Wetter die einst überall an den Außenseiten aufgemalten Länder- und Herrscherwappen nicht ganz verblassen lassen. Den kleinen Innenraum im Dachgeschoss zieren immer noch die 1547 von Barthlmä Dill Riemenschneider, einem Sohn des bekannten Tilman, gemalten Fresken mit mythologischen Figuren aus der Antike und deutlichen Anspielungen auf Weingenuss. Während dieses künstlerische Kleinod leider unzugänglich ist, kann man dem malerischen Zugang mit der wappengeschmückten Säule am teilseitigen Treppenaufgang des Gebäudes auch aus der Nähe betrachten. Das eine paar der Allianzwappen mit dem springenden Hund kann der Familie von Mohrenberg zugeordnet werden, die dieses Haus 1588 und später nachweislich besaß, das zweite Wappenpaar harrt noch der Identifizierung.

Balkon Ansitz Langenmantel

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