Bletterbachschlucht

Tramin und die Bletterbachschlucht

Eine Zeitmaschine im Herzen der Berge

Der Blick über die Traminer Weinberge hinweg zum strahlenden Aldeiner Weißhorn ist zu jeder Jahreszeit einen kurzen Halt Wert. Doch hinter dem so klein wirkenden Berg steckt ein ganzer Haufen Geschichte, der seinen Namen dem Bletterbach verdankt.

Vom kleinen Rinnsal kann sich dieser im Laufe eines Unwetters in einen reißenden Wildbach verwandeln. Nur so hat er es geschafft in den vergangenen 15.000 Jahren seit der letzten Eiszeit eine 400 Meter tiefe Schlucht durch Sedimente und vulkanische Ablagerungen der Alpen zu fräsen. Wandert man heute acht Kilometer lang durch die Bletterbachschlucht, ein UNESCO Welterbe, so fühlt man sich wie in einer Zeitmaschine. Inmitten bunter Gesteinsschichten gefangen, kann man die Geschichte Schritt für Schritt redlich von den Wänden ablesen. Bis zu 280 Millionen Jahre alt sind die Felsbrocken, die dieses Naturschauspiel zeichnen. Immer wieder Mal legen sie Fossilien, Saurierspuren und Abdrücke von Pflanzenteilen aus damaliger Zeit frei und werden so zu Lehrern, die ohne Worte unterrichten.

Auf einer Führung durch die Ausstellung im Besucherzentrum oder auf geführten Wanderungen durch die Schlucht können Sie noch tiefer in die Geschichte eintauchen und so vom Beobachter zum Besucher werden.

Das Wichtigste auf einen Klick

Von Mitte – Ende April bis Ende Oktober sind das Besucherzentrum und die Bletterbachschlucht geöffnet.

Von Tramin aus geht es in 40 Minuten mit dem Auto einmal auf die andere Seite des Etschtals und hinter der Ortschaft Auer über kurvige Bergstraßen zum Besucherzentrum des Bletterbach Geoparcs. Über die „Südtirol 2Go“ – App können Sie außerdem herausfinden, wie Sie mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln zum Besucherzentrum gelangen. An Sonntagen verschafft Ihnen die Anreise mit Öffis nämlich freien Eintritt!

Der Geoparc Bletterbach kann entweder auf eigene Faust oder auf geführten Wanderungen erkundet werden. Der Eintritt in die Ausstellung des Besucherzentrums sowie das GEOMuseum in Radein und ein Leihhelm sind im Eintrittspreis inbegriffen. Außerdem können Sie von der Bletterbachschlucht über den „Zirmersteig“ direkt weiter auf die Spitze des Aldeiner Weißhorns wandern. Von dort aus eröffnet sich ein Blick, der nicht nur in die Tiefen der Schlucht reicht, sondern auch über das Südtiroler Bergpanorama und das Welterbe von Latemar und Schlern-Rosengarten hinweg in weite Ferne. Der Rückweg kann entweder auf dem Hinweg erfolgen oder über die Nordseite des Weißhorns in einem Rundweg zurück zum Besucherzentrum.

Der Eintritt in die Bletterbachschlucht ist gebührenpflichtig. Es gilt aufgrund von Steinschlaggefahr Helmpflicht!

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