| Entfernung: | Keine Daten |
| Minimalhöhe: | Keine Daten |
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Eine Zeitreise direkt hinter unseren Weinbergen
Wenn Sie von Tramin aus über die sonnenverwöhnten Weinberge blicken, erblicken Sie am Horizont das strahlende Weißhorn bei Aldein – ein Berg, der auf den ersten Blick harmlos wirkt, aber eine ganze Geschichte in sich trägt. Denn unter ihm verbergen sich spektakuläre Erdschichten, die der Bletterbach im Laufe von Jahrtausenden freigelegt hat.
Die Bletterbachschlucht – oft als „Grand Canyon Südtirols“ bezeichnet – windet sich über rund 8 km tief ins Gestein, bis zu 400 m in die Tiefe, und zeigt uns anschaulich, wie mächtig und zugleich filigran unser Gebirge ist. Diese geologische Schatzkammer in direkter Nachbarschaft zu Tramin ermöglicht es Ihnen, bei einer Wanderung nicht weniger als 40 Millionen Jahre Erdgeschichte zu durchschreiten.
Seit der letzten Eiszeit – vor etwa 15 000 bis 18 000 Jahren – hat sich der Bletterbach in das uralte Perm Trias Gestein gefressen. Seine bis zu 400 Meter hohen Felswände offenbaren eindrucksvoll die farbenprächtigen Gesteinsschichten: vom Bozner Quarzporphyr über den Val Gardena Sandstein bis hin zur hellen Dolomitkrone des Weißhorns.
Überall entlang des GEO Lehrpfads begegnen Ihnen fossile Zeitzeugen: versteinerte Pflanzen, Muschelabdrücke und sogar Reptilien-Fußspuren – stille Berichte aus längst vergangenen Meeren und Sumpfwelten.
Die Bletterbachschlucht ist Teil des UNESCO Weltnaturerbes Dolomiten – als das achte System innerhalb dieses einzigartigen Schutzgebiets – und verdeutlicht anschaulich die geologische Geschichte der Dolomiten.
Das Besucherzentrum Aldein am Schluchtportal dient als lehrreicher Einstieg – mit interaktiven Ausstellungen, modernen Infotafeln und einem multimedialen Erlebnis, das jungen und neugierigen Entdeckern den GEO-Pfad zugänglich macht. Im nahegelegenen GEOMuseum Radein werden geologische Funde, Gesteinssammlungen und Original-Saurierspuren ausgestellt – ein Highlight besonders für Familien und Schulgruppen.
Von Mai bis Oktober bieten wir täglich um 10:30 Uhr geführte Adventure-Touren durch den Rio delle Foglie – ca. 3,5 Stunden voller Wissen, Erkundung und staunender Momente. Auch Themenwanderungen wie „Bletterbach for Kids“ oder personalisierte GEO-Exkursionen sind buchbar.
Unweit von Aldein erhebt sich das markante Weißhorn (2 316 m) – ein lohnenswertes Wanderziel, das von der Schlucht aus zugänglich ist. Sein Gipfel, aus gleichem Gestein wie der oberste Schicht der Schlucht, bietet einen atemberaubenden Ausblick ins Bletterbach-Tal.
Die Bletterbachschlucht ist von 1. Mai bis 31. Oktober geöffnet. In dieser Zeit können Besucher täglich von 9:30 bis 17:00 Uhr die Schlucht, das Besucherzentrum in Aldein und das GEOMuseum in Radein besichtigen. Bitte beachten Sie, dass die Schlucht im Winter aufgrund erhöhter Steinschlaggefahr geschlossen ist.
Von Tramin aus erreichen Sie die Bletterbachschlucht in etwa 40 Minuten mit dem Auto. Die Route führt über Auer und Montan nach Aldein, wo sich das Besucherzentrum befindet. Dort gibt es einen großen, gebührenpflichtigen Parkplatz. Von diesem Ausgangspunkt startet die Wanderung durch die Schlucht. Die Straße bis zum Besucherzentrum ist gut ausgebaut.
Der Geoparc Bletterbach lässt sich auf eigene Faust oder bei geführten Touren entdecken. Im Eintritt sind das Besucherzentrum, das GEOMuseum in Radein und ein Leihhelm enthalten. Über den „Zirmersteig“ gelangen Sie auf die Spitze des Aldeiner Weißhorns, wo ein beeindruckender Blick tief in die Schlucht sowie über das Südtiroler Bergpanorama und das Welterbe Latemar und Schlern-Rosengarten wartet. Der Rückweg führt entweder zurück zum Besucherzentrum oder auf einem schönen Rundweg über die Nordseite des Weißhorns.
Der Eintritt in die Bletterbachschlucht ist gebührenpflichtig. Alle Informationen zu Preise und Führungen findest du Hier
Die Wanderung durch die Schlucht ist bei schönem Wetter für geübte Wanderer gut machbar, allerdings ist gutes Schuhwerk unbedingt erforderlich. Bei Regen, Gewitter oder kühlen Temperaturen sollte die Schlucht nicht betreten werden, da dann erhöhte Steinschlaggefahr besteht. Bitte prüfen Sie vorab den Wetterbericht, um sicher unterwegs zu sein. Für eine sichere Tour wird das Tragen eines Helms empfohlen. Hunde dürfen mitgenommen werden, müssen aber an der Leine geführt werden. Entlang des Weges gibt es steile Eisenstiegen, die für Hunde ein hohes Verletzungsrisiko darstellen.
| Entfernung: | Keine Daten |
| Minimalhöhe: | Keine Daten |
| Maximalhöhe: | Keine Daten |
| Höhengewinn (~): | Keine Daten |
| Höhenverlust (~): | Keine Daten |
| Dauer: | Keine Daten |
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