Südtirol

Brennerei Roner produziert Desinfektionsmittel

Alkohol gegen Coronavirus: Roner produziert Desinfektionsmittel im Auftrag des Südtiroler Sanitätsbetriebs, das Versuchszentrum Laimburg koordiniert Produktion.

Ab dieser Woche wird in den Roner Brennereien, erstmals Handdesinfektionsmittel produziert. Auftraggeber ist dabei der Südtiroler Sanitätsbetrieb der aufgrund der exponentiell angestiegenen Nachfrage nach alternativen lokalen Lieferanten gesucht hatte. Die Idee für diese lokale Zusammenarbeit kommt vom Versuchszentrum Laimburg, das die Produktion wissenschaftlich-technisch begleitet. Mit Erfolg: wo normalerweise Destillate und Grappas höchster Qualität produziert werden, wird so momentan Desinfektionsmittel abgefüllt. Das Handdesinfektionsmittel wird hauptsächlich in Dispenser im Krankenhaus und in den Seniorenwohnheimen eingesetzt werden.

Alkohol gegen Covid19 - Brennerei Roner

das produzierte Desinfektionsmittel wird hauptsächlich im Sanitätsbetrieb eingesetzt

Erfreut über die Zusammenarbeit zeigten sich auch Gesundheitslandesrat Thomas Widmann und sein Amtskollege Arnold Schuler, der für Bevölkerungsschutz und Landwirtschaft zuständig ist und der die Initiative angestoßen hatte und begleitet: „Ich freue mich, dass wir in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, dem Versuchszentrum Laimburg und der Brennerei Roner diese innovative Kooperation auf den Weg bringen konnten, die in dieser schwierigen Zeit einen wichtigen Beitrag leistet und dem Wohl der Südtiroler Bevölkerung zu Gute kommt“, erklärte Landesrat Schuler.

Die Formel des Handdesinfektionsmittels und der Produktionsprozess folgt den Vorgaben der WHO für die lokale Produktion von Handdesinfektionsmitteln. Das Produkt besteht aus 80%igem Ethylalkohol mit einigen anderen Beigaben, der Produktionsprozess benötigt etwa 3 Tage. Die aktuell benötigten Mengen des Produktes übersteigen die Möglichkeiten der Krankenhausapotheken, die nicht darauf ausgerichtet sind, so große Mengen an Flüssigkeit zuzubereiten, sehr wohl aber die Brennerei Roner.

für uns ist es eine Möglichkeit einen sinnvollen Beitrag zu leisten

Der Direktor des Versuchszentrums Laimburg, Dr. Michael Oberhuber, kommentiert: „Es freut mich, dass es so schnell geklappt hat die verschiedenen Partner mit ins Boot zu holen. Gerne bringen wir unsere wissenschaftliche Expertise hier ein, um die hohe Qualität des Endprodukts sicherzustellen.“
„Die knapper werdenden Vorräte auf dem Markt zwingen uns dazu neue Lieferanten zu finden, im Idealfall auf lokaler Ebene, um unseren Dienst an der Bevölkerung in dieser Krisenzeit garantieren zu können,“ so Dr. Barbara Battistini, Chefapothekerin des Bezirks Meran im Südtiroler Sanitätsbetrieb, „mit der Familie Roner haben wir hier einen zuverlässigen Partner gefunden.“

Brennereien_Roner

Im Firmensitz in Tramin wird das Mittel produziert

Karin Roner, Geschäftsführerin der Roner Brennereien bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen: „Unser besonderer Dank geht an den Direktor Stefano Girardello und an Liviana Faoro von der landesübergreifenden Zolldirektion, die in kurzer Zeit die rechtlichen Voraussetzungen für dieses Projekt geschaffen haben. Für uns ist es eine Möglichkeit weiter produktiv zu bleiben und in diesen Zeiten des Coronavirus einen sinnvollen Beitrag zu leisten.“

Aktuelle Informationen zum Coronavirus und zur Entwicklung in Südtirol finden Sie hier

web compusol, diewanderer