Ansitz Unterspaur

Ein weiterer uralter Bogen an der gewölbten Toreinfahrt fällt an der einstigen Hauptstraße nach Kurtatsch, heute Andreas-Hofer-Straße, auf. Dass er nicht zu einem einfachen Bauernhaus gehörte, ließe schon das kleine gotische Portal mit Sandsteinrahmen gleich daneben erahnen. Es führte einst in die St. Margarethen Kapelle, deren ursprünglicher Giebelverlauf noch in der Fassade zu erkennen ist. Alles zusammen war Teil des Ansitzes Unterspaur, der von Kaiser Maximilian um 1500 “gefreit”, also unter anderem steuerbegünstigt worden ist.

Die vom benachbarten Nonsberg stammende, weit verzweigte Familie Spaur stieg im Laufe der Jahrhunderte bis in den Grafenstand auf und stellte mehr als ein halbes Dutzend Bischöfe. Die Grafen wurden in Tramin längst von Weinbauern und Bürgern anderer Berufe abgelöst und ihr Ansitz in zahlreiche Wohneinheiten aufgeteilt.

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